Lizenzfreie Musik für Videos

Welche Musik darf ich verwenden?

GEMA? Creative Commons? Copyright? Das Video ist im Kasten und ihr habt keine Ahnung, welche Musik ihr nehmen dürft? Das ist in Deutschland wirklich nicht so einfach! Wir geben euch hier einen Überblick.

Thema GEMA: Für so gut wie alle Musik muss man GEMA bezahlen. Nutzt man die Musik trotzdem, wird man schnell auf YouTube gesperrt. Das wäre richtig blöd, daher Vorsicht bei der Auswahl! Auch wenn die Musik GEMA-frei ist, liegen die Urheberrechte weiterhin beim Künstler bzw. deren Plattenfirma. Ihr dürft also nicht einfach ein GEMA-freies Lied aus dem Netz einbauen, ohne vorher den Künstler nach seiner Erlaubnis zu fragen. Das geht zum Beispiel per Mail oder auch über YouTube. Bei vielbeschäftigten Künstlern ist das aber eher eine Sache von Wochen, daher empfehlen wir euch, gleich Musik zu nehmen, die eine Creative-Commons-Lizenz haben (oder auch einfach „CC-Lizenz“ genannt). Das bedeutet – ähnlich wie bei Bildern – dass die Rechte an der Musik vom Künstler vorher festgelegt sind. Meist muss der Musiker im Abspann genannt werden oder es darf am Musikstück nichts geändert werden. Was genau die kleinen Zeichen bei der CC-Lizenz bedeuten könnt ihr hier nachschauen. GEMA-frei ist CC-Musik übrigens auch.

Mehr Infos dazu gibt’s hier. Eine echt gute Übersicht über die verschiedenen CC-Lizenzen gibt es im Tutorial von Mike zu kostenloser und lizenzfreier Musik.

Hier findet ihr Musik unter Creative-Commons-Lizenz:

Hier gibt es kostenlose und GEMA-freie Musik zum Runterladen (bitte beachtet die Bedingungen und nennt ggf. den Urheber im Abspann):

Auch auf YouTube könnt ihr Musik finden:

Immer noch verwirrt oder hast du eine tolle Seite mit kostenfreier Musik gefunden? Dann schreibt uns einfach schnell eine Mail an likeitbikeit@tippingpoints.de

 

…oder doch ein Trickfilm?

Wie ihr in den Spielregeln sicherlich schon gelesen habt, sind bei „Like it – Bike it“ alle Filmarten erlaubt. Das heißt, auch Trickfilme kommen in Frage. Diese haben den Vorteil, dass ihr euch die rechtlichen Genehmigungen der Schauspieler spart. Tolle Tipps, wie man einen Trickfilm erstellt, findet ihr auf einer Seite des Deutschen Jugendherbergwerkes. Schaut doch einfach mal dort vorbei!

Wieso, weshalb, warum – Rechtliche Hintergründe beim Filmedrehen

Immer wieder erreichen uns Rückfragen zu rechtlichen Themen. In unserem Blog beantworten wir mit Unterstützung von der Rechtsanwältin Nina Haverkamp eure Fragen.

Frage 1:  Müssen Menschen oder Nummernschilder vefremdet/verpixelt werden? Oder benötige ich eine ausdrückliche Zustimmung der Menschen, die ich filme, auch wenn sie nur im Hintergrund sind?

Zu den Nummernschildern: Das Recht am eigenen Bild bezieht sich nicht auf Nummernschilder. Diese dürfen also im Film erscheinen. Ein kleiner Tipp: Autos, die beispielsweise im Parkverbot oder auf Ladeflächen stehen, filmt ihr aus Rücksicht auf die Autobesitzer besser nicht.
Für Menschen, die einfach durchs Bild laufen, gilt etwas anderes: Grundsätzlich muss zuvor die schriftliche Einwilligung eingeholt werden. Es gibt ein paar Ausnahmen:

1.) Personen als „Beiwerk“ des Hauptmotivs:
Diese Ausnahme greift nur, wenn das Hauptmotiv der Aufnahme die Landschaft beziehungsweise eine allgemeine Umgebung und nicht die Darstellung der Person ist. Ob die Person „Beiwerk“ ist, lässt sich gut anhand der Frage prüfen: Kann die Person auch weggelassen werden, ohne dass sich der Gegenstand und Charakter des Bildes verändern? Das ist nicht der Fall, wenn die abgebildete Person nicht anonym bleibt oder zum Blickfang des Bildes wird. Klassiker hierfür: Strandbild mit Oben-ohne-Badenden im Vordergrund. Hier wird deutlich, dass für jedes einzelne Bild entschieden werden muss, was Hauptmotiv und was Beiwerk ist. Zu Grunde zu legen ist natürlich das Bild in dem speziellen Zuschnitt/Ausschnitt, in dem es verwendet werden soll.

2.) Menschenansammlungen:
Wer an öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, muss damit rechnen, abgebildet zu werden, und dies in gewissen Grenzen akzeptieren. Erfasst sind Veranstaltungen aller Art – wie öffentliche Demonstrationen, Karneval-Umzüge, Sportveranstaltungen, Konzerte und Kongresse. Nicht dazu zählen beispielsweise die Fahrgäste in der U-Bahn oder eine Gruppe Sonnenbadende auf einer Wiese, da sie diese Aktivitäten nicht absichtlich, sondern nur zufällig zusammen ausführen.

Situationen, die nicht unter diese beiden Ausnahmen fallen, müssen sehr sensibel behandelt werden: Entweder ihr müsst die Menschen bis zur Unkenntlichkeit entfremden oder die Zustimmung der Betroffenen einholen.