Schönere Bilder

Theorie ist langweilig? Ok, meist stimmt das sogar. Allerdings könnt ihr mit ganz wenig Wissen viel mehr aus euren Bildern und Videos herausholen. Wir zeigen euch, wie ihr mit wenig Aufwand schönere Bilder hinbekommt. Sei es für den nächsten Instagram-Post oder euren Kurzfilm: Die Tipps und Theorien sind immer anwendbar, wenn es um Bildsprache geht. Also hier jetzt kurz und bündig ein paar der wichtigsten Bausteine für gute Fotos und Videos:

Einstellungsgröße

Es gibt eine Menge Möglichkeiten das Hauptmotiv (z.B. den Hauptdarsteller) im Bild zu zeigen. Von der großen, weiten Landschaftsaufnahme bis zum Detail-Bild. Das nennt man in der Fachsprache „Einstellungsgröße“ oder auch „Bildausschnitt“ und findet im Film, bei der Fotographie aber auch bei Comics Anwendung. Üblicherweise tendieren wir dazu, immer die gleiche Einstellung zu wählen. Wenn ihr allerdings ganz bewusst die Einstellungsgröße ändert, macht das euren Film mit ganz wenig Aufwand viel spannender! Diese einfache Regel nutzen übrigens alle, auch super erfolgreiche Hollywood-Filmemacher für schönere Bilder.

Hier könnt ihr euch Beispiele anschauen:

Drittel-Regel

Schon mal vom Goldenen Schnitt gehört? Falls ihr damit noch nicht im Kunstunterricht gequält wurdet, hier die Kurzfassung: Bilder sehen meist besser aus, wenn das Motiv nicht im Zentrum des Bildes ist, sondern leicht versetzt nach rechts oder links ungefähr auf einem Drittel des Bildes. Dasselbe gilt auch für Hintergründe und Horizonte. Bestenfalls geht der Boden auch genau bis zu einem Drittel vom Foto wie hier im Beispiel:

Rivertree_thirds_md

Klickt hier, um es euch das Bild als GIF anzuschauen

 

 

 

 

 

 

 

Das könnt ihr für Fotos genauso benutzen wie für ein Video. Lasst euch einfach beim Filmen die Hilfslinien anzeigen und positioniert eure Hauptpersonen oder Motive nach der Zwei-Drittel-Regel.

Und zum Schluss noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Schaltet den Autofokus eurer Kamera oder eures Handys aus und fokussiert manuell. Sonst kann es sein, dass mitten in der Szene ein anderer Teil vom Bild scharf ist
  • Gerade beim Drehen in Innenräumen: Versucht so viel Licht wie möglich zu nutzen. Also schön alle Stehlampen im Haus zusammenklauen und los geht’s J
  • Benutzt auf keinen Fall digitalen Zoom. Dann werden die Bilder schnell sehr verpixelt und verwackelt. Entweder eure Kamera hat ein Objektiv oder ihr geht einfach ein paar Schritte näher dran.
  • Falls ihr nicht gerade Action-Szenen dreht, sehen Videos meist besser aus, wenn sich die Kamera nicht allzu viel bewegt. Bei einem Gespräch sieht es beispielsweise viel besser aus, wenn ihr es aus zwei Perspektiven filmt und dann zusammenschneidet statt hin und her zu schwenken. Idealer Weise nutzt ihr ein Stativ. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Kamera ruhig zu halten. Eine der einfachsten Varianten ist diese: beschwert eure Kamera oder euer Smartphone. Einfach einen Gegenstand z.B. mit einer Kordel drum herum binden, sodass er in einigem Abstand zur Kamera/Smartphone hängt! Denn je größer das Kameragewicht, desto ruhiger das Bild.

Und hier noch mal ein paar witzige Tutorials und YouTube-Videos: